Luftentfeuchter

kleiner Luftentfeuchter
während kleine Luftentfeuchter eher für den Wohnbereich sind, braucht es für Keller meist etwas größere Geräte - Foto: maryviolet / depositphotos.com

Feuchte Wohnräume sind nicht nur ein Ärgernis, sondern können auch zu ernsthaften Gesundheitsgefährdungen durch Schimmel führen. Erkennen kann man die Feuchtigkeit in der Wohnung vor allem an den „schwitzenden“ Fenstern zur kalten Jahreszeit. Wer in seinen Wohnräumen oder im Keller mit Feuchtigkeit zu kämpfen hat, kann dem mit einem Luftentfeuchter für die Wohnung oder einem Luftentfeuchtungsgerät für den Keller gut entgegenwirken.

Was ist ein Luftentfeuchter?

Unter einem Luftentfeuchter versteht man ein Gerät, das der Luft im Raum Flüssigkeit entzieht. Die Produktpalette ist dabei sehr vielseitig und reicht vom kleinen Würfel für das Fensterbrett bis zu großen Geräten, die ein Hindernis in der Wohnung darstellen können. Ein handelsüblicher elektrisch betriebener Luftentfeuchter hat in etwa die Größe einer kleinen mobilen Klima-Anlage.

Grundsätzlich kommen meist zwei unterschiedliche Techniken zum Einsatz, die beide auf ihre Art die Feuchtigkeit entziehen. Im ersten Fall funktionieren die Geräte mit einem Granulat, das die Feuchtigkeit im Raum aufnimmt. Diese Geräte haben vor allem den Vorteil, dass sie lautlos sind und keine Versorgung mit Strom benötigen. So können sie beispielsweise auch als Luftentfeuchter für den Keller ideal eingesetzt werden.

Wenn der Granulat-Entfeuchter nicht ausreicht, um die Feuchtigkeit im Raum zu reduzieren, kann man zu einem Luftentfeuchter mit Stromversorgung greifen. Dieser lässt sich in der Leistung regulieren und entzieht so dem Raum genau die gewünschte Menge an Feuchtigkeit.

Wie hoch soll die Luftfeuchtigkeit im Raum sein?

Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten, denn einerseits soll sich die Feuchtigkeit nicht negativ auf die Gesundheit auswirken, andererseits aber auch keine Schäden an der Bausubstanz anrichten. Bei zu feuchter Luft sammelt sich der Wasserdampf an den Wänden und führt möglicherweise zu Schimmelbildung. Das ist nicht nur ein Schönheitsfehler, sondern kann zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen.

Doch auch eine zu niedrige Feuchtigkeit ist der Gesundheit nicht zuträglich. Die Haut und die Schleimhäute trocknen aus und die Immunkräfte werden geschwächt. Das kann dazu führen, dass man in der Folge öfter erkältet ist.

Die optimale Luftfeuchtigkeit für die komplette Wohnung und den Keller gibt es nicht. Je nach Raum variiert der Wert ein wenig. In Wohn- und Arbeitsräumen sollte der Wert zwischen 40 und 60 Prozent liegen, im Badezimmer und Keller kann er auch ein wenig höher sein und zwischen 50 und 70 Prozent betragen.

Wie kann ich die Luftfeuchtigkeit messen?

Die Feuchtigkeit in den Wohnräumen und im Keller kann mit einem sogenannten Hygrometer gemessen werden. In den einfachsten Fällen sind diese in einem Raumthermometer enthalten, der zusätzlich zur Temperatur auch die Feuchtigkeit im Raum misst. Handelsübliche Geräte sind hier schon um wenige Euro erhältlich.

Wann lohnt sich ein Luftentfeuchter?

Wenn man nach regelmäßigen Messungen feststellt, dass die Feuchtigkeit in einem Raum zu hoch ist oder sich bereits Schimmel gebildet hat, sollte man Maßnahmen ergreifen, die zur Senkung der Feuchtigkeit führen können. Dazu zählt vor allem regelmäßiges Stoßlüften oder vor allem in Feuchträumen die Verwendung eines Ventilators. Senkt sich aber die Feuchtigkeit trotz dieser Maßnahmen nicht, ist die Anschaffung eines Luftentfeuchters sinnvoll.

Wie funktioniert ein Luftentfeuchter?

Bei den handelsüblichen Geräten, die mit Strom betrieben werden, kann in der Regel die gewünschte Feuchtigkeit eingestellt werden. Wird die Feuchtigkeit im Raum zu hoch, aktiviert sich das Gerät automatisch und entzieht dem Raum die Flüssigkeit. Das Wasser wird dabei in einem Tank gespeichert, der in regelmäßigen Abständen entleert werden muss. Luftentfeuchter mit Granulat sind weniger wartungsintensiv. Das Granulat muss in etwa alle drei Monate getauscht werden, damit es ausreichend Flüssigkeit aufnehmen kann.

Fazit: Ein Luftentfeuchter ist ein lohnendes Investment bei feuchten Räumen. Im Vergleich zu gesundheitlichen Problemen oder Schäden in der Bausubstanz, die aufwendig renoviert werden müssen, handelt es sich dabei um eine günstige Investition. Wer in seinem Keller wertvolle Dinge lagert, die durch die Feuchtigkeit nicht beschädigt werden sollen, sollte ebenfalls über die Anschaffung eines Luftentfeuchters nachdenken, der die Feuchtigkeit im Keller bekämpft.